Bevor du deinen Blog erstellst, triffst du die Wahl zwischen den verschieden WordPress Plattformen, es sei denn du möchtest ein anderes CMS System benutzen. Du gehörst wahrscheinlich auch zu diesem Kreis, der unkompliziert und professionell arbeiten mag. Anfangs versteht man noch nicht so richtig, was die Nachteile und Vorteile sind, wenn man wordpress .org oder .com benutzt. Wenn du vor diesen Fragen stehst, möchte ich dir mit meiner kleinen Checkliste helfen, zwischen den beiden zu wählen.

 

 

wordpress org oder com

 

  1. Hosting

Bei .org hast du Selbsthosting, du kannst zwischen sehr vielen Hosting Anbietern wählen und bist der Herr deines Hauses. Bei .com hostet dir der Anbieter deinen Blog, du benutzt nur die Plattform, du bist nicht der Herr deiner Webseite. Dafür organisiert .com die Security, das Spamfiltering und Backup…etc für dich. Bei .org bist du für Backup, Security und Spamverwaltung selbst verantwortlich.

2.  Layout

Bei .org kannst du zwischen sämtlichen free und premium themes wählen, die auf dem Markt angeboten werden. Du kannst diese je nach deinem Geschmack umprogrammieren und jederzeit kleine oder grosse Änderungen wahrnehmen. Wenn du nach 2 Jahren ein völlig anderes Theme haben möchtest, kannst du mit einem Klick ein anderes Theme installieren. Bei .com bietet dir wordpress einige sehr hübsche Themes zum Bloggen, aber eben nur einige. Damit sind deiner Kreativität Grenzen gesetzt. Das Gleiche gilt für Plugins, die mit ihren Funktionen ein Theme ergänzen. Du hast die nötigsten Plugins vorinstalliert, aber du kannst kein neues hochladen.

3. Domain Name

Du möchtest bestimmt deinen eigenen Namen wiedersehen, in dieser Form etwa: deinname.de oder deinname.com. Bei .org ist das möglich, du kannst ihn ohne einen vorgegebenen Anhang oder Zusatz bestimmen. Bei .com ist ein solcher Zusatz immer festgelegt: deinname.wordpress.com. Jeder wird wissen, dass du die jeweilige Plattform verwendest. Dieses Manko lässt sich lösen, indem du dir eine Domain für EUR 18 (jährlich) kaufst. Zwar musst du bei .org auch jährlich einige Euros bezahlen, die Domain ist aber kostengünstiger als bei .com.

4. Speicher

Bei .com hast du kostenlos 3 GB, für zusätzliche 100 GB musst du Geld ausgeben. Beim Selbsthosting .org liegt es an dir, welchen Anbieter du wählst. Die monatliche Gebühr liegt bei 3-4 Euro und oft erhälst du die Domain einen Speicher von 100 GB je nach Tarif frei dazu.

5. FTP

Du hast keinen FTP Zugang bei .com. Das bedeutet, dass du den Quellcode nicht ändern kannst. Wenn du dazu bereit bist, jährlich eine grössere Summe zu bezahlen, kannst du den FTP Zugang erhalten. Bei .org ist der FTP Zugang schon dabei und du kannst die Dateien beliebig umschreiben und modifizieren. Es entstehen dadurch keine Zusatzkosten, diese Funktion ist im Tarif enthalten.

6. Plugins

WordPress kann seine Führungsposition auch durch mehreren zehntausenden Plugins bedanken, mit denen du beinahe alles realisieren kannst, von e-shop bis Forum durch Mitgliederbereiche. Diese Plugins kannst du bei .com nicht alle erreichen, bestimmte Plugins sind vorinstalliert, du kannst nur diese zugreifen. Bei .org hast du freie Zugang für alle Plugins die dir WordPress nur bieten kann. So ist eine individuelle Internetpräsenz ohne Programmiererkenntnisse jederzeit möglich.

7. Themes

Bei .com kannst du zwischen einigen schönen Themes wählen aber nicht auf alle Themes zugreifen, die dir WordPress ermöglicht. Wenn du jedoch ein Premium Theme insatllieren möchtest, kannst du das machen, indem du dafür bezahlst. Bei .org kannst du zwischen allen freien und Premium Themes wählen, die Zahl ist so groß, dass viele Monatelang daran sitzen und in den Themes stöbern. Hier ist es nur deine Kreativität, die dir Grenzen setzt.

8. Business

Nicht jeder will einen Business Blog erstellen, es gibt auch viele private Blogger auf dem Markt. Aber selbst diese wollen früher oder später zumindest Werbebanner auf ihrer Webseite platzieren, mit denen sie etwas dazu verdienen können. Da es nun zu einer kommerziellen Tätigkeit wird, kommt .com nicht mehr in Frage. Diese Plattform ermöglicht es nicht, den Blog zu monetarisieren. WordPress.com zeigt nämlich selbst Werbebanner auf den Blogs. Der Blogbetreiber kann jedoch dafür bezahlen, diese abzuschalten. Wenn du .org Selbsthosting gewählt hast, kannst du selbstverständlich deinen Blog als Business Blog betreiben und beliebig eBanner und eigene Werbungen machen. Wie gesagt, du bist der Herr des Hauses, du entscheidest ob du werbefrei oder Businessorientiert sein möchtest. Du kannst dein eigenes Geschäft oder durch Affiliate Link Produkte andere für eine Marge promoten.

 

Wie du siehst, gibt es einiges zu überlegen, bevor du startest. Wie immer lohnt es sich auch in diesem Fall, von Anfang an nachhaltig zu denken. Es ist wichtig, deine Idee auf der richtigen Plattform anzubieten. Wenn du dich informierst, entdeckst du viele, durch die richtige Wahl zwischen .com und .org, umgehbare Kosten. Selbst wenn du bereits bei .com bist, hast du jederzeit die Möglichkeit, auf Selbsthosting umzusteigen.

Viele Marketer schlagen vor, dass du einen Business Blog nie auf einer kostenlosen Plattform erstellen solltest. Diese Meinung teile ich auch, deshalb mein Vorschlag an dich: Wenn du später eine Dienstleistung anbieten möchtest, wähle das Selbsthosting .org. Wenn du deine Rezepte, DIY Ideen usw.  präsentieren möchtest, bist du vollkommen gut bei .com aufgehoben.

Welchen Start hast du gewählt? Schreibe deine Meinung in die Kommentare und teile diesen Beitrag, wenn du denkst, dass er jemandem nützlich sein könnte.

 

 

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