Warum es bei uns am Mittwoch einen Sonntagskuchen gibt?

Immer mehr Leute entscheiden sich für berufliche Freiheit. Früher waren es Angestellte, heute Freiberufler und Solounternehmer. Sie geniessen es orts- und zeitunabhängig arbeiten zu können und sind sogar in der Lage, ihr kleines Unternehmen in der Welt von überall aus zu betreuen. Wie ist das möglich?

Sie nutzen die Vorteile des Internets, automatisieren ihre Verkaufsprozesse, Inhalte ihres Blogs und sogar die FB oder Adwords Werbungen. Sie haben für sich einen Verkaufstrichter geschaffen. Diesen Prozess kann jeder Online Unternehmer umsetzen. Wenn der Prozess einmal läuft, muss man nur gelegentlich eingreifen, kleinere Probleme korrigieren und eventuell Kundenanfragen beantworten. Das alles hört sich natürlich einfach an, in Wahrheit kostet die Vorbereitung jedoch Zeit und Energie. Was muss ich beachten wenn ich mich selbstständig machen will? Hier folgen die grundlegenden Aspekte:

 

  • Möchtest Du haupt- oder nebenberuflich selbstständig sein?
  • Beginne Deine Existenzgründung mit einem Businessplan
  • Finanzplan: welche Investitionen und Kosten fallen an?
  • Qualifikationen und Genehmigungen einholen
  • Unternehmens – bzw. Rechtsform entscheiden
  • Anmeldepflicht bei den Ämtern und Behörden prüfen: z.B. Gewerbeamt, Finanzamt, IHK,  Handelsregister oder Berufsgenossenschaf. Freiberufler melden sich innerhalb von 4 Wochen beim Finanzamt, nicht beim Gewerbeamt an.
  • Sozialversicherungen: gesetzlich oder privat versichert?
  • Welche Steuer musst Du zahlen? Umsatzsteuer ( jedes Unternehmen) oder Einkommensteuer ( natürliche Personen)?
  • Was für eine Art Buchhaltung wirst Du führen müssen?
  • Korrekte Gestaltung von Verträgen und Rechnungen
  • Der Ersteindruck zählt: das Impressum, Firmenlogo und die professionelle Webseite sichern die gelungene Internetpräsenz.
  • Marketingplan erstellen  und Ergebnisse auswerten
  • Nach den Formalitäten geht es an die Kundenakquise! Wie gewinnst Du Deine ersten Kunden? Online oder Offline?

Wie Du siehst gibt es vieles zu überlegen. Daher dauert es bei manchen mehrere Monate, bis sie eine Selbstständigkeit auf die Beine stellen. Bei Nebenberuflichen sind es oft die Frauen, die eher vorsichtig vorgehen. Bevor sie ihren Job als festen Angestelltenstatus aufgeben, möchten sie ihre Idee häufig zunächst nebenberuflich ausprobieren.

Aus Problemen Ideen entwickeln _Deine

Ich selbst habe mich als nebenberuflich angemeldet und mag es ungemein, dass ich meine Zeit frei einteilen kann. Ich kann jederzeit arbeiten, jedoch auch jederzeit meine Arbeit unterbrechen, wenn ich etwas anderes erledigen muss oder am Mittwoch Abend dann plötzlich ein „Sonntagskuchen“ erwünscht ist. Dann speichere ich meine Arbeit ab, -weil ich die meiste Zeit online arbeite- und gehe dem Kuchen nach. Ich finde es grossartig, dass ich die Prioritäten festlegen kann und nur noch Sachen und Aufgaben erledige, die ich selber für wichtig halte. Wenn ich mal etwas mehr arbeiten muss, weil ich z.B.  gerade ein Online Produkt entwickle, habe ich trotzdem nie das Gefühl, ich würde Überstunden machen, weil ich meine Arbeit sehr mag.

Als ich in meiner Vorbereitungsphase sehr viele Blogs in deutschsprachigem Raum gelesen habe, konnte ich feststellen, dass es durchaus möglich ist, aus kleinem Kundenkreis genügend Umsatz zu generieren. Viele erfahrene Solounternehmer schreiben, dass sie monatlich 1-bis 4 Einzelcoachings tätigen, welche ihr teuerstes Produkt sind. Der Restumsatz  kommt dann aus den digitalen Produkten, von welchen sie am Anfang noch wenig verkaufen können, später aber täglich 4-6 Stück ohne grossen Aufwand loswerden. Das ermöglicht monatlich einen angenehmen Ertrag, selbst wenn das Produkt an sich günstig ist. Bei vielen kostet solch ein Einzelcoaching 1.000- bis 1.500 Euro, das kleinere digitale Produkt jedoch nur 6- bis 47 Euro. (So kommt monatlich ein geschätzter Umsatz von etwa 1.720 bis hin zu 9.640 Euro zustande.) Du kannst besonders effektiv sein, wenn Du einen richtigen Verkaufstrichter aufstellst, der aus dem „1zu1 Coaching“ (teuerstes Produkt), aus einem Produkt zu 47 Euro (mittelpreisiges Produkt) und aus einem kleinem Produkt von 6 Euro (niedrigpreisiges Produkt)  besteht. Man darf die Möglichkeiten an einem skalierbaren Online Geschäftsmodell nicht unterschätzen. Wenn einmal alles aufgestellt ist und viele kleine Schritte automatisiert sind, dann hast Du die Zeit, auch am Mittwoch oder gar am Donnerstag (volkommen utopisch) einen Sonntagskuchen zu backen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir einen guten Start in den Freiberuflerstatus und wünsche Dir viel Erfolg!

Gründerseiten die sich mit der Gründerszene beschäftigen und welche Dienstleistungen in der Zukunft gefragt sein könnten:

 

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