Ich lese immer wieder, dass Frauen kein Online Geschäft starten wollen, weil sie glauben, die Öffentlichkeit in einem Internet Geschäftsmodell nicht meistern zu können. Obwohl sie bereits offline seit Jahren Kunden betreuen und manchmal auch Events besuchen, denken sie, die online Präsens sei etwas komplett neues und anderes. Wenn es dir auch schwer fällt, dich zur Show zu stellen und deine Expertise öffentlich beweisen zu müssen, dann lies dir sorgfältig meinen Beitrag durch. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie eine introvertierte Person ein Online Business betreiben könnte. Das Ergebnis ist dieser Artikel, mit dem ich hoffe, dir dabei zu helfen den nächsten Schritt zu wagen.

geschäftsmodell für introvertierte personen

Wie setze ich als Introvertierte mein Geschäft auf online um?

Es ist kein Geheimnis, wenn ich das Folgende behaupte: Mach es Schritt für Schritt! Denn grosse Veränderungen sind für Introvertierte abschreckend. Von heute auf Morgen einfach online präsent und für alle jederzeit erreichbar sein ist ein schöner Gedanke, aber die Praxis sieht natürlich anders aus. Der erste Schritt sollte eine eigene Webseite sein, wozu ich dir als Basis WordPress empfehle. Wenn dir bereits dass Unwohlsein bereitet, dann fange mit einer provisorischen Facebook Seite an, bis du die ersten Eindrücke gesammelt hast und als nächtses die eigene Webseite erstellst. Viele Blogger haben ohne Webseite mit einer Facebook Fanpage angefangen und sogar die eigene E-Mail Liste ohne einer Webseite aufgestellt haben. Sie haben sehr vorsichtig mit täglichen oder wöchentlichen Kommunikation in Facebook angefangen, weil sie zu der Zeitpunkt noch nicht bloggen wollten. Sie haben ihr Wissen und Empfehlungen in kürzeren Facebook Posts geschrieben und Interessente damit angesprochen haben. Sie konnten ihre nächste freie Termine dort anbieten und ihre Seminare promoten und sie mit Interessenten füllen. Dazu haben sie regelmäßig kostenlose Tipps und Ideen verteilt und auf die individuelle Fragen der Interessenten geantwortet und damit ihnen geholfen. Zu den Seminaren oder betreute Kurse haben sie Kupons angeboten, die gut angekommen waren. Sie haben Angebote von Anderen empfohlen, die zu ihnen nicht konkurrent waren und dadurch noch mehr Menschen erreicht haben. Der nächste Schritt war, daß sie mit anderen Unternehmerinnen Partnerangebote ausgearbeitet haben und zusammen noch mehr Reichweite erschafft haben.

Das selbe Modell kannst du verfolgen, wenn du gleich eine eigene Webseite erstellst und einen Blog schreibst. Mit einem Blog kannst du immer mehr Besucher erreichen, denn jede deine Artikel ist zu einem speziellen Thema fokussiert und dadurch eine Keywords optimieren kannst, auf die deine Besucher im Internet suchen. Diese Reichweite kannst du nur langsam und mühsam, mit viel Arbeit und Fleiß erarbeiten. Die Besucher die du mit dieser Methode erreichst sind die organische Besucher, aus den Suchmaschinen. Eine organische Reichweite bleibt aber stabil und ist für dich immer da, sie ist sogar kostenlos für dich. Die Artikel die du einmal geschrieben hast, können dir auch Jahren später noch Besucher aus den Suchergebnissen im Internet liefern.

Die gelegentliche Kommentare, die du auf deine Artikel erhältst, kannst du als Introvertierte jederzeit beantworten oder moderieren. Deine Antworten kannst du überlegen, korrigieren und erst wenn du damit zufrieden bist, läßt du deine Antwort öffentlich. Somit hast du den Stressfaktor los, spontan und sofort auf etwas reagieren zu müssen, die du normalerweise nicht so schlagfertig hinbekommst.

Wie setzt du als introvertierte den Verkaufsdruck durch?

Heutzutagen definiert man den Verkaufsprozeß als komplex und durchstrukturiert. Viele erstellen einen Marketingkonzept mit mehreren Elementen und unterstützen das System mit Tools und Automatisierungen. Derzeit sind die visuellen Effekten besonders wichtig und am erfolgreichsten sind die Videos! Das bedeutet, daß die Webinare als Interessenten Magnet besonders gute Ergebnisse liefern. So wie ich es in den Kommentaren lese, haben meist „normale“ Unternehmerinnen Angst vor live Webinare, die nicht einmal introvertierte Eigenschaften haben. Du als introvertierte Person kannst es dir gar nicht vorstellen ein Webinar für hunderte Interessenten live zu organisieren.

Dafür gibt es doch einige Lösungen, dieses Problem zu überbrücken. Wenn du in den letzten Monaten deine Partnerschaftsbeziehungen aufgebaut hast, kannst du deine Webinare mit anderen Unternehmerinnen zusammen organisieren, dadurch fällt ein großes Druck von dir weg und das Ergebnis ist meist viel besser, als alleine alles zu machen.

Wenn du dir selbst das nicht vorstellen kannst, mit jemand anderen zusammen einen Webinar zu machen, habe ich dir noch einen Vorschlag:

Erstelle dir anstatt von Webinaren deinen ersten E-Mail Kurs!

 

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In dem E-Mail Kurs musst du nicht sofort live reagieren, du kannst deine Lektüre vorher vorbereiten und die fertiggestellte Texte kannst du per E-Mail automatisch mit einem E-Mail Verteiler an deinen Abonnenten zuschicken. In diesem Fall musst du nicht öffentlich reden, wie in einem Webinar, musst nicht auf Chat Fragen sofort antworten…etc. Du kannst deine Gedanken in Textformat niederschreiben und den Inhalt auf z.B. 7-bis 9 Teile verteilen. Die E-Mail Serie besteht also aus 7 oder 9 einzelnen E-Mails, in dem du deinen Kurs Inhalt mitteilst. Auch in einem E-Mail kannst du neben dem Text Bilder oder Videos zufügen, du solltest auf diese Art von Online Kursformat nicht verzichten.

„E-Mail Serie“ heißt die Lösung für Introvertierte, die keine Webinare halten möchten!

 

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Wenn du jetzt daran denkst, dass du die Interaktion zu den Lesern verlierst, wenn du mit ihnen mit E-Mails kommunizierst, hast du kein Recht. Weil du in jedem E-Mail am Ende deines Inhaltes sie fragen kannst, ob sie etwas von dir erfahren möchten oder sie zu dem Lektion Anmerkungen haben.

In jedem E-Mail kannst du am Ende einen Link zu deinem weiteren Angebote schreiben, zu einem Blogartikel, zu einem Facebook Post, zu einer Landing Page (falls du eine hast) zu deinem Online Produkt oder Einzelcoaching…etc.

Du kannst eine Umfrage erstellen, die du in dem E-Mail zuschickst und die Abonnenten nach ihrer Bedürfnisse fragen kannst. Viele antworten gerne auf eine Umfrage, wenn sie einen ersten Vertrauensbasis zu dir aufgebaut haben. Du kannst die Umfrage auswerten und für deine spätere Produktentwicklung oder Blogthemen oder Freebie Thema verwenden.

Wenn du vor deinem ersten Online Kurs stehst, ist eine Umfrage besonders wichtig.

 

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Wie lange darf ein E-Mail Kurs sein? Da dein erster E-Mail Kurs höchstwahrscheinlich noch kein Bezahlkurs ist sondern eher ein Freebie, dürfte er dementsprechend nicht zu lang sein. Eine E-Mail Serie dürfte aus max. 10 Teile stehen, die du 2x pro Woche zusenden kannst. Die Abonnenten möchten nicht all zu lang zu dem ersten Ergebnis warten, d.h. ein Kurs länger als 1 Monat ist nicht geeignet für Freebie Abonnenten. Das gleiche gilt, wenn du die Serie als Challange anbietest. Ein Challange bietet den Teilnehmer bestimmte Aktionen, Tätigkeiten, die sie durchführen müssen, um das versprochene Ergebnis zu erzielen. Mit einer Challange möchte man etwas konkretes erreichen, möchte man aktiv sein um Änderungen zu tätigen, deshalb sind Kurse länger als 1 Monat nicht geeignet.

Wie kannst du mit einer E-Mail Serie später deine Beratung oder Online Produkt vermarkten?

Du denkst bestimmt daran, daß du in einer E-Mail Serie nur deine kostenlose werthaltige Informationen überreichen darfst und kein Wort von Verkaufen erwähnen darfst. Nun, das stimmt ganz so, weil die Abonnenten sind daran gewöhnt, daß fast jede E-Mail heutzutagen bestimmte weiterführende Links beinhalten unter denen sie diverse Angebote und ja, kommerzielle Angebote finden werden. Wenn du einen Link in einem Text hinfügst, wirst du die Abonnenten noch nicht belästigen, weil du ihnen damit jederzeit die Möglichkeit gibst, den Link zu klicken oder nicht. Sind sie neugiereig? Dann klicken sie, sind sie nicht, dann lesen sie weiter und lassen sich von dem Angebot nicht stören. Das wichtigste ist, daß du den Inhalt nicht mit Marketingtext vollstopfst, du darfst dein Angebot konkret nicht darstellen. Markiere statt dessen nur ein Wort, das zu diesem Angebot führen kann und setze dahinter einen Hyperlink. Unterbreche den Text nicht dem Verkaufsargumentation, lasse es deinem Leser selber entscheiden ob er an einem Link Interesse hat oder auch nicht.

Vergiss nicht das Ende jener E-Mail Lektion durchdacht zu konzipieren, in dem du einfach dein Slogen oder deine Berufung hinschreibst und diese z-B. mit einem Link versehen kannst, wenn du vorher in dem Text keine Möglichkeit hattest. Wie sieht es in der Praktik aus? Z.B. Jutta ist Branding Design Experte, und sie kann am Ende des Textes hinschreiben:

Branding, die man lieben kann! Ich zeige dir wie das geht!

Wenn jutta diesen letzten Slogen Satz in alle ihren 7-bis 9 E-Mail Lektionen erwähnt, trifft die Abonnent 7 bis 9-mal mit dem Slogen, bis sie dei E-Mail Serie oder Challange durcharbeiten.

Marketingexperten haben es bereits mehrfach wissenschaftlich bewiesen, daß ein Interessent ungefähr 7-mal einem Brand/Unternehmer treffen soll, bevor er über einen Kauf nachdenkt. Wenn Jutta in ihrer E-mail Serie einen einfachen Satz am Ende hinfügt, kann sie diesen psychologischen Effekt ausnützen um das Vertrauen zu den Abonnenten aufzubauen. Am Ende der E-Mail Serie kennen die Abonnenten Jutta gut genug, um zu wissen welche Berufung sie hat und wenn sie mit dem Inhalt und somit der Expertise von Jutta zufrieden waren, sind sie bereit mehr von Jutta`s Expertise zu genießen. Sie wissen, wo kann Jutta ihnen helfen – Branding aufbauen, die die Kunden lieben – und wo sie dieses Angebot finden – in dem Link, auf den sie klicken können-.

Wenn Jutta eine introvertierte Persönlichkeit hat, ist diese Art von Erreichen der Kunden für sie bestens geeignet, ohne aufdringlich zu sein und ohne persönlisches Auftreten in die Öffentlichkeit.

Klar, kann man das Vertrauen mit einem Webinar schneller und effektiver aufbauen, wenn man nicht nur die Folien vorliest sondern sich zeigt und bereit ist, live auf die Kommentaren und Fragen einzugehen. Mit einer 7-teiligen E-Mail Serie kann man das gleiche Vertaruen aufbauen, nur man sollte den Zeitraum abwarten, bis die Serie läuft. Nachher kann man die Liste als „warme“ Liste behandeln und eben persönlicher anschreiben fast wie für Bekannten und Bestandskunden.

Ich hoffe, mein Vorschlag für Introvertierte Unternehmerinnen zu den ersten Aufbau ihres Online Geschäftsmodelles gut ankommt und du kannst etwas davon mitnehmen.

Bist du auch introvertierte Person und kämpfst mit der Vermarktung deines Wissens? Welche Methode hast du dir entwickelt? Ich würde mir über deinen Kommentar sehr freuen!

 

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