Wie erstellst du dein erstes digitales Produkt ohne Kosten?

 

Die Online Kurse, E-books und Mitgliederbereiche im Internet sehen oft sehr aufwendig aus und du denkst du könntest sowas nicht alleine auf die Beine stellen. Aber das aufwendige Design oder der komplexe Inhalt eines Online Kurses darf dich nicht abschrecken davon, dass du dein erstes skalierbares Online Produkt entwickelst. In diesem Artikel möchte ich dich am Anfang unterstützen und dir einige Idee und Tipps geben, wie du doch dein erstes Online Produkt ohne grosse Aufwand und vor allem ohne Kosten meistern kannst. Die einzige Kosten die du zu deinem Produkt ausgeben solltest, ist die Kosten der eigene Hosting inkl. Domain Name, die du bereits ab EUR 5/ Monat erhalten kannst. Du investierst ansonsten nur deine Zeit, aber selbst daran habe ich gedacht und empfehle ich dir deshalb zwei Formen von Online Produkten die meines Erachtens  nach nicht so zeitaufwändig sind.

 online produkt erstellen ohne kosten

 

1. E-Mail Kurs

Am einfachsten und schnellsten kannst du einen E-Mail Kurs einrichten. Der Kurs sollte nicht länger sein als 8 oder 10 Teile. Jede Woche oder je 3 Tagen könntest du eine E-Mail für die Teilnehmer zuschicken. Wähle ein Thema aus, das du vorher recherchiert hast und fertige die ersten zwei Inhalte. Fange an darüber in deinem Blog, in deinen Social Medien Kanälen zu berichten und biete den E-Mail Kurs in deiner Lieblings Facebook Gruppe für Testkunden als Betaversion an. Den Inhalt kannst du in dem kostenlosen Open Office Program als Textdokument schreiben. Grafiken und Cover mit Bild kannst du mit dem kostenlosen canva.com erstellen. Auch in dem Text deiner E-Mail Serien kannst du je nach Bedarf Bilder oder Infografiken einfügen. Wenn du mit dem ersten zwei Lektionen fertig bist speichere sie als PDF Dokument und lade in den Medienbereich in dem WordPess Editor hoch. Dieses PDF Dokument kannst du in der E-Mail als Link mit einem kleinerem Einführungstext platzieren. Vergiss nicht vorher diesen Beitrag als nofollow für die Suchmaschinen zu stellen, damit Leser die deine E-Mail Serie nicht abonniert haben nicht auf diesen Inhalt einfach zugreifen zu können.

Das zweite Möglichkeit wäre, dass du das Text nicht in einem PDF Dokument anbietest sondern in das Textfeld der E-Mail komplett hinschreibst. In diesem Fall sendest du die Lektionen direkt in der E-Mail ohne Anküpfen mit deiner Webseite. Welche wäre optimal für dich und in welchem Fall? Wenn du ein längeres Text schreiben möchtest wähle lieber das PDF Dokument, wenn der Inhalt nicht extrem lang ist, schreibe es komplett in die E-Mail rein.

Was für ein Tool/Software brauchst du deine E-Mail Serie an den Abonnenten zusenden zu können?

Du brauchst ein E-mail Verteiler, der am Anfang kostenlose Möglichkeit anbietet. Dieser E-Mail Verteiler ist -meines Erachtens als geeignete dafür- Mailchimp, weil sie bis 2.000 Subscribers kostenlos ist und technisch gesehen erfüllt seine Aufgabe auch ohne Manko. In dem ersten E-Mail Kurs, was du anbietest, wirst du höchstwahrscheinlich nicht mehr als 2.000 Abonnenten finden, also mach keine Sorge davon, dass du in die paid Version reinrutschen wirst.

Der zweite E-Mail Verteiler wäre ein kostenloses Plugin, das http://www.mailpoet.com/ MailPoet Verteiler, was ebenso bis 2.000 Abonnenten kostenlos bleibt. Dieses Plugin ist deshalb bemerkenswert, weil es sogar autoresponder Funktion anbietet, wofür du bei Mailchimp leider schon bezahlen musst. Diese Autoresponder Frage kannst du in dem ersten Kreis vermeiden, solange du kostenlos arbeiten möchtest, indem du deinen E-Mail Kurs zeitlich limitierst und nicht als evergreen Kurs anbietest. D.h. du definierst ein Datum, bis dahin die Teilnehmer sich registrieren können und definierst ein zweites Datum, wann dein Kurs mit dem ersten Lektion losstartet. So kannst du bereits alle Teilnehmer in einer Liste bei Mailchimp ohne Autoresponder  behandeln und ohne Autoresponder Funktion einfach jede Woche an dem vorher definierten Kurstag die nächste Lektion an Alle die in deiner Liste stehen zuschicken.

Wenn du das MailPoet WordPress Plugin wählst, kannst du die Lektionen zeitlich hintereinander einbinden und in autoresponder Funktion zuschicken. In diesem Fall kannst du deinen ersten E-Mail Kurs sogar als evergreen Kurs anbieten.

Meines Erachtens ist für den Anfang ein E-Mail Kurs die richtige Wahl, wenn man seine Geschäftsidee testen möchte und wenn man aus irgendeinem Grund noch keine Kosten für teure Softwares und Services ausgeben wollte. Ein E-Mail Kurs lässt sich am einfachsten einrichten, einfacher als ein E-Book zu schreiben und mit einem einfachen Pay-Pal Button kannst du die Bezahlanbieter am Anfang auslassen. Übrigens mit Pay-Pal können deine Kunden ebenso bezahlen, wenn sie kein Pay-Pal Konto haben und wenn sie überweisen wollen oder mit Kreditkarte bezahlen möchten, können sie die Zahlung mit Pay-Pal ohne einem Konto dort fortsetzen.

Art des Produktes: E-Mail Kurs

Zeitaufwand: wenig

Kostenaufwand: keine für den Anfang bis zu 2.000 Subscribers

Technische Anforderung: leicht

Tools: Mailchimp, MailPoet WordPress Plugin, canva.com, Open Office

Tipp: Viele Online Marketer sagen, die ihr Geschäft in dieser Weise angefangen haben, dass es noch effektiver ist, wenn du nur die ersten zwei Lektionen für die ersten 2 Wochen fertigstellst, weil du inzwischen Kontakt zu den Teilnehmer hast und kannst sie fragen, was interessiert sie noch tiefer oder spezifischer und die restlichen Lektionen kannst du nach und nach dem exakten Bedarf der Teilnehmer gestalten.

Launch Tipps: Bevor du den gesamten E-Mail Kurs fertigstellst, kannst du eine Challange kostenfrei anbieten. In diesem Fall erarbeitest du nur die ersten 4 Lektionen deines Online Produktes und bewirbst eine Challange für 1 Monat mit wöchentlichen Lektionen/ToDos. Du versprichst ein konkretes Ergebnis für deine Teilnehmern und am Ende diskutierst die Erfolge und Errungenschaften mit ihnen durch. Du wirst sehr wertvolle Erfahrungen und Anmerkungen mit Feedback gewinnen, die du für die eventuell nötige Korrekturen deines Kurses und für die Fertigstellung des Endversions benutzen kannst. Da du mit Pilotteilnehmer zusammenarbeitet hast, kannst du ihre Meinungen später als Testimonials angeben, mit dem Hinweis, dass diese User die verkürzte Pilotprogramm deines kompletten E-Mail Kurses getestet haben. Es geht hier nicht unbedingt darum, dass du Testimonials sammelst, sondern viel wichtiger ist, dass du das Endversion so entwickeln kannst, wie es die reale Verbraucher wünschen. In dieser Weise wird dein erster E-Mail Kurs ein richtiger Hammer, exakt auf die Bedürfnisse deiner Zielgruppe geschneidet.

Bonus Tipp: Du könntest dein Freebie -falls du eins hast- mit dem kostenlosen WordPress Plugin MailPoet bis zum 2.000 Abonnenten sammeln und Mailchimp nur für deinen E-Mail Kurs einsetzen. Damit hast du zwar zweimal die Arbeit, aber die E-Mails die du schreiben wirst, werden sich sowieso in einer separaten Liste stehen. Das bedeutet, dass du die Subscribers sowieso voneinander teilen würdest: eine Liste ist die Freebie Liste, die zweite Liste ist der E-Mail Kurs Liste. Der Vorteil was du mit den zwei Listen gewinnen kannst, dass du bis insg. 4.000 Abonnenten und Interessenten kostenlos deine zwei Listen verwalten kannst. Wenn du soviel Interessenten erreicht hast, kannst du auf die Bezahlvariante von Mailchimp ohnehin umsteigen weil du bereits deine ersten Einnahmen erwirtschaftet hast.

 

2. Online Kurs mit Mitgliederbereich

A.) Online Kurs bei Teachable

Meiner Meinung nach ist ein Selbstlernkurs oder ein betreuter Online Kurs in einem Mitgliederbereich noch als Form von einem digitalen Produkt geeignet, ohne Kosten erstellt zu werden, wenn du ein spezifisches Problem deiner Zielgruppe in einem relativ überschaubaren Zeitraum lösen kannst. In diesem Online Kurs empfehle ich nicht ein viel zu aufwändiges oder breit gestreutes Problem zu behandeln, viel mehr ein spezifisches Problem, das die Teilnehmer in kurzer Zeit umsetzen können und konkrete Ergebnisse innerhalb weniger Tage/Woche aufzeigen können.

Ich denke hierzu nicht unbedingt an einen Mini-Kurs, ich empfehle einen normalen Kurs zu erarbeiten, die Betonung liegt hier auf ein einziges spezifisches Problem. Den Kurs kannst du in unterschiedlichen Formaten anbieten, du kannst ein komplexes Video als 2 stündigen Workshop aufnehmen oder kleinere Inhalte mit PDF Dokumenten und kleinere max. 10 minütige Videos dazu drehen oder nur Textdokumente ausarbeiten. Viele Marketer sagen, dass ein 2 stündiges Erklärvideo ist deutlich einfacher zu erstellen als einen Kurs mit 10 Text-Dokumenten zu schreiben. Der Zeitaufwand für einen Workshop Video Kurs liegt bei vielen ca. 2 Wochen. Einen 10 teiliger Online Kurs zu erstellen oft bei 2 Monaten. Interessanterweise liegt der Marktpreis für Video Kurse deutlich höher als für textinhaltige Kurse. Wenn du in der Lage bist, ein Erklärvideo über deine Themen aufzunehmen kannst du einen Kurs zu einem höheren Preisniveau erstellen als den gleichen Inhalt in einem Text Online Kurs angeboten. Du kannst dich selber mit einem Webkamera aufnehmen und die Arbeit auf deinem Monitor zeigen und erklären. Dazu hast du die Möglichkeit auf kostenlosen Softwares zuzugreifen.

 

Softwares die deine Bildschirmarbeit aufnehmen:

http://screencast-o-matic.com/screen_recorder

http://www.debugmode.com/wink/

http://camstudio.org/

http://faststone-capture.software.informer.com/5.3/

Paid Software: https://www.techsmith.de/camtasia.html

 

Falls du keine Videos aufnehmen möchtest, schreibe deinen Inhalt in Textdokumenten nieder und füge Infografiken und Bilder dazu. Wenn du gerne redest, nimm deine Erklärung in mp3 Dateiformat auf und editiere davon ein Hördatei. Manche mögen lesen, manche zuhören, wenn du dein Thema in 2 unterschiedlichen Formaten anbietest, erreichst du mehr Menschen.

Auch in diesem Fall benötigst du eine Webseite oder zumindest eine Landing Page. Deinen Online Kurs ladest du aber nicht auf deine Webseite sondern in eine Plattform hoch, wo du die Inhalte hostest und den Zugang nur für Bezahlkunden sicherstellst. Ich empfehle dir dazu unbedingt die Plattform:

https://teachable.com/

Diese Plattform unterscheidet sich sofern von den Anderen, dass sie am Anfang kostenlos ist, du solltest erst dann bezahlen, wenn du deinen Kurs erfolgreich verkauft hast. Ohne monatliche Gebühr bezahlst du nur dann, wenn du selber Geld verdient hast, genauer gesagt $ 1 + 10 % auf deinen Kurspreis. Später wenn du monatliche Gebühr bezahlst, kannst du die Provision auf 8 oder 5 % senken, je nachdem welches Paket du wählst. Aber für den Anfang kannst du kostenlos in die Welt des Online Kurses einsteigen! Bei dieser Plattform solltest du keine dritte als Bezahlanbieter mit ins Bot nehmen, weil die Zahlungsabwicklung in das Paket integriert ist. Teachable wird bereits von mehr als 5.000 Kursanbieter benutzt.

Du kannst segmentierte Liste behandeln und deine Kursteilnehmer nach deinen Kriterien anschreiben, du kannst eigene Landing Page erstellen und ein Forum für die Kunden integrieren. Statistiken und Blog, Coupon und Affiliate sind selbstverständlich dabei.

Bevor du eine teure Plattform auswählst, empfehle ich dir, Teachable ausführlich anzuschauen, die Registration ist frei, schau dir die Plattform von innen an, was alles du damit einstellen und aufbauen könntest. Teachable ist eine amerikanische Plattform, damit hast du deine Inhalte in einem amerikanischen Server, einige finden es nicht so gut, aber in diesem Fall ist es vertretbar, wenn du deine Kunden vor dem Kauf davon informierst, dass der Kurs auf einer amerikanischen Kurs-Plattform stattfindet. Wenn du Frage wegen der Datenverarbeitung hast, kontaktiere Teachable und entscheide ob du die Plattform benutzen möchtest. Meiner Meinung nach, wenn du bei Amazon und e-bay einkaufst, insbesondere wenn du Facebook benutzt, dann hast dich mehr „Risiko“ eingegangen als du deinen Kurs bei Teachable hostest. Informiere deine User in deiner Datenschutzerkärung und in dem Opt-In Box über diese Angelegenheit, damit hast du deiner Pflichten nachgegangen und konzentriere dich eher auf deine Arbeit.

B.) Online Kurs auf dem eigenen Server mit einem kostenlosen WordPress Plugin

Erstelle eine WordPress Webseite mit oder ohne Blog oder zumindest eine Landing Page. Wenn du eine Webseite fertiggestellt hast, kannst du ein weiteres Plugin installieren, um deinen Kurs zu erstellen und diverse Membership Level zu bilden. Dieses Plugin solltest du in dem WordPress Register suchen:

https://wordpress.org/plugins/paid-memberships-pro/

Das Plugin ist kostenlos zu erreichen und steht nach der Installation bereit deinen Kurs zu hüten. Definiere deine Mitgliedschaft in unterschiedlichen Levels, schreibe den Inhalt deines Kurses und schliesse die betroffene Seiten vor den nicht befugten Besuchern. Integriere deinen Bezahlmodus und biete Coupon an, wenn du es möchtest. Werte deine Statistiken aus und verwalte die Accounts der Kunden, die ihre Registerangaben auch selbst verwalten zu können. Einige Interessante Optionen die nicht jeder Bezahlanbieter zur Verfügung stellen können: du kannst deine Inhalte monatlich, wöchentlich oder täglich für die Kunden freischalten, du kannst eine Trial-Version also eine Art von Schnupperangebot anbieten und du kannst die Registrationszeit zu einem konkreten Datum abschliessen. Wenn du es möchtest, kannst du den Ablauf der bearbeiteten Kursinhalte für deine Mitglieder anzeigen lassen, als bereits absolvierte Lektionen.

Ich finde dieses Plugin ist grossartig in seinen Funktionen und dazu noch kostenfrei. Kein Wunder, dass so viele Webseitenbetreiber es bereits installiert und erfogreich eingesetzt haben.

Damit hostest du selbst deinen Kurs auf deinem Server deiner Wahl und wickelst die Mitgliedschaft in eigener Regie ab. Einen separaten Bezahlanbieter musst du nicht einschalten, aber deinen E-Mail Verteiler solltest du damit verbinden. Hierzu kannst du ebenso Mailchimp und/oder MailPoet WordPress Plugin zugreifen, wie in dem Punkt 1. beschrieben.

Art des Produktes: Online Kurs

Zeitaufwand: wenig bis mittel

Kostenaufwand: keine für den Anfang bis zu 2.000 Subscribers und wenn du auf deinen eingebauten Equipment in deinem Computer zugreifst

Technische Anforderung: leicht

Tools: Paid Memberships pro WordPress Plugin, Teachable Plattform, Mailchimp, Mailpoet WordPress Plugin, Mikrophon: Audio Technica ATR-2100 oder das eingebaute Mikrophon in deinem Computer, Webcam: Logitech HD Pro Webcam C920 oder die eingebaute Kamera in deinem Computer oder dein Smartphone

 

Ich hoffe, dass ich dir zwei verschiedene Möglichkeiten gezeigt habe, mit denen du deinen ersten Online Kurs oder E-Mail Kurs ohne grossen Aufwand und erstmal ohne Kosten erstellen kannst um deine Interessenten finden zu können und deinen Kursinhalt mit ihnen gemeinsam zu gestalten. Ich wünsche dir viel Spass und vor allem viel Erfolg dabei!

Wenn du dein erstes digitales Produkt mit Hilfe meines Artikels erstellen konntest, wäre ich sehr dankbar darüber, über dich und deine Ergebnisse zu hören. Berichte mir in dem Kommentar, wie es bei dir abgelaufen ist, mit welchem Ergebnis und in welchem Zeitraum du deinen ersten Kurs fertigstellen konntest.

Kennst du jemand, dem der Artikel nützlich sein könnte? Teile ihn um ihn zu unterstützen!

 

 

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