Ich lese gerne Blogs, besonders viele von Entrepreneurs und Frauen. Oft sind sie Coach oder Berater, manche seit Jahrzenten, andere erst seit neuem. In den meisten Fällen besitzen sie jedoch eine WordPress Webseite – und das natürlich nicht ohne Grund. Derzeit bietet WordPress die beste professionelle Möglichkeit zum Aufbau eines Online Geschäfts und hierfür zahlreiche Optionen: Mitgliederseiten für Online Kurse, Verkauf von digitalen Produkten oder Newsletter und Webshops.

Blog schreiben Tipps und Fehler

Die meisten Seiten sind auf den ersten Blick schön und informativ. Fast alle Unternehmerinnen benutzen als Hauptfarbe die Rosa-und Lila kombi:) Alle schreiben einen Blog und bieten ihre Leistungen an. Die die schon länger dabei sind, bieten ein Gratis Geschenk und dazu oft einen Newsletter oder Online Kurs an.

Häufig werden als Plattform die sozialen Medien genutzt. Hier sieht man oft den ersten Unterschied, weil viele die Kanäle eher gelegentlich und spontan betreiben. Man merkt sofort dass sie keinen Plan verfolgen und sich die Themen häufig wechseln.

Ich schaue sehr gerne die Methoden der Unternehmerinnen an, die eine unglaublich hohe Reichweite haben und eine grosse Fangemeinde gesammelt haben. Tatsächlich spielt es eine Rolle, in welchem Land du tätig bist. Die amerikanischen Methoden funktionieren in Deutschland nicht nur wegen den rechtlichen Abweichungen nicht. Die Konsumierungseigenschaften des Verbrauchers sind von Land zu Land verschieden.

Wenn man seit Jahren Webseiten folgt, muss man keine Experte sein um die Defizite zu entdecken, sie stechen einfach heraus. Was sind die üblichen Fehler bei einem Coachblog?

  • Zu viele Menüpunkte und unübersichtliche Menüleiste. Die Navigation auf der Webseite ist umständlich.
  • Keine Menüleiste. Es ist keine intuitive Navigation auf der Webseite möglich.
  • Unklare Spezialisierung der Webseite. Man weiss nicht worum es in der Webseite geht.
  • Zahlreiche Artikel ohne Kategorisierung und Schnellsuche. Es fällt schwer einen bestimmten Artikel zu finden.
  • Wenig Bilder/ schlechte Bilder. Die Bilder sind zu klein und unscharf, oft stehen sie nicht kontextual zum Artikel. Abgesehen von Stockfotos von Fotolia und Co gibt es viele kostenlose Alternativen. CCO Bilder sind sogar frei für kommerzielle Zwecke nutzbar.
  • Zu kurze oder zu lange Texte. Die Artikel werden in einem unverhältnismässigen Umfang dargestellt, sodass deren Thema unklar oder unzureichend behandelt ist.
  • Die Inhalte der Webseite sind von anderen Seiten und Blogs kopiert. Recherchiere statt dessen was in der Branche passiert oder welche Fragen deine Leser haben. Auf diese Weise kreierst du eigene Themen. Selbst die beste Kopie bleibt eine Kopie!
  • Viele Unternehmer/innen  lassen sich zu sehr von erfolgreicheren Unternehmer/innen inspirieren. So werden auf den meisten Webseiten die immer gleichen Tools aufgelistet, nur weil einige grösseren Webseiten diese empfehlen, wobei Empfehlungen mit persönlichen Erfahrungen in der Regel nicht nur glaubhafter sondern auch hilfreicher sind.
  • Oft findet man  keinen ausgeschriebenen Preis zu den Leistungen: Preis auf Anfrage. Viele treffen die Wahl, eine Anfrage für die Besucher zu stellen und erwarten vom Besucher, dass sie den Coach anschreiben. Ich vertrete eher die transparente Vorgehensweise.
  • Den Blog in winzig kleinen Buchstaben zu schreiben ist definitiv nicht ästhetisch ansprechend:)
  • Viel zu häufig erfährt man in der „About me“ Seite zu wenig über den Autor.
  • Die Leistungen werden durch die Visualisierung mit „0815“ Stockfotos (Standart: Eine Gruppe von Menschen springt hochemotional in die Luft; usw…) unglaubwürdig gemacht.
  • „Ich begrüße Sie auf meiner Webseite!“ und „Falls ich Ihr Interesse geweckt habe…“Formulierungen sind oldtimer, bitte nicht mehr benutzen.
  • Die Webseite wird suboptimal dargestellt. Oft trifft man auf Seiten, bei denen man sowohl nach unten/oben als auch nach rechts/links scrollen muss, um den gesamten Inhalt zu sehen.
  • Die Responsivität der Webseite auf mobilen Geräten wie Smartphones usw. ist nicht gegeben. Überprüfe immer ob deine Seite auf solchen Geräten korrekt dargestellt wird.
  • Du solltest stets auf Kommentare achten- Keine Antwort ist auch eine Antwort. Die aktive Interaktion mit den Lesern gehört zu den wichtigsten Mitteln um eine Vertrauensbasis zu entwickeln.
  • Man sollte darauf achten welche Anrede man wählt- In den Artikeln spreche ich meine Leser mit „Du“ an, bei Verträgen und den geschäftlichen Teilen verwende ich dann die „Sie“-Form.
  • Es ist ein Fehler in seinen Artikeln viele Fachausdrücke und Insider zu verwenden. Schliesslich schreibt man nicht für die Kollegen, sondern für einen an der Expertise interessierten Laien. Also weg mit dem Fach-Chinesisch!
  • Und jetzt kommt der grösste aller Fehler: Nämlich keinen Blog zu schreiben:) Auch wenn du alle Fehler auf einmal begehst, solltest du einen Blog schreiben und am Ball bleiben!

Damit sind wir jetzt auch durch. Ich habe diese Liste natürlich subjektiv aufgestellt und dich stören vielleicht ganz andere Dinge. Deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn du deine Erfahrungen teilst. Stört dich etwas beim Stöbern einer Webseite? Dann berichte doch in den Kommentaren darüber!

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